Ordenspriester gesteht sexuellen Missbrauch

Posted on 2. December 2008. Filed under: Aktuelle Nachrichten | Tags: , |

Ordenspriester gesteht sexuellen Missbrauch

02. Dez 13:12

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Ein Prister hat den Missbrauch von Kindern im Internat zugegeben

Foto: AP

 

In einem bayerischen Internat sind Schüler jahrelang sexuell missbraucht worden. Ein Priester hat die Taten gestanden, kann aber lediglich kirchenrechtlich belangt werden.

Ein katholischer Ordenspriester hat in einem früheren bayerischen Internat über Jahre hinweg Schüler sexuell missbraucht. Der 71-jährige Pater habe zugegeben, zwischen 1972 und 1976 mindestens 16 damals minderjährige Schüler wiederholt sexuell missbraucht zu haben oder dies versucht zu haben, teilte der in Mainz ansässige Orden «Missionare von der Heiligen Familie» am Dienstag mit.

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Strafrechtlich seien die Vorwürfe aber verjährt. Der Mann hatte in dem 1978 geschlossenen Internat «Lebenhan» im unterfränkischen Bad Neustadt als Erzieher gearbeitet. Einigen der Schüler habe er auch körperliche Gewalt angetan, teilte der Orden mit. Manche seien zu Opfern geworden, weil sie die Taten beobachtet hätten. Der Orden halte sich angesichts des Ausmaßes der Missbrauchshandlungen die Möglichkeit eines kirchenrechtlichen Strafprozesses gegen den 71-Jährigen offen, hieß es. Er könne dann auch aus dem Orden ausgeschlossen werden, erklärte Ordenssprecher Michael Baumbach.

Der Priester habe inzwischen aber selbst darum geben, aus dem Klerikerstand entlassen zu werden. «Dadurch wird den Opfern erspart werden, sich in einem kirchenrechtlichen Strafprozess gegebenenfalls erneut äußern zu müssen», hieß es. Selbst, wenn der Mann aus dem Priesterdienst entlassen werde, werde er aber unter strengen Auflagen Mitglied der Ordensgemeinschaft bleiben, teilte diese mit. Es sei ein Kontaktverbot zu Kindern und Jugendlichen vereinbart worden.

Der Mann solle im Kloster bleiben, werde mit internen Aufgaben betraut und dürfe keinen Besuch auf seinem Zimmer empfangen. «Er stellt sich seiner Schuld und übernimmt für seine Taten die Verantwortung», teilte der Orden mit. Die Ordensleitung bedauere die Vorfälle sehr. Sie werde weiterhin versuchen, den Opfern und ihren Familien bei der Aufarbeitung ihrer «leidvollen Vergangenheit» behilflich zu sein, erklärte der Orden. Mit den Opfern, die dies wünschten, bleibe man in Kontakt und werde bei der Suche nach qualifizierter therapeutischer Unterstützung helfen. (AP)

 


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