Papst entzieht Kinderschänder alle Rechte
Geschrieben am 6. August 2009. Einsortiert unter: Aktuelle Nachrichten | Schlagworte: Aktuelle Nachrichten, Bei pädophilen Menschen ist das sexuelle Interesse überwiegend auf Kinder ausgerichtet, Das Schweigen gebrochen, Der sexuelle Missbrauch von Internatsschülern vor über 30 Jahren in Bad, Knaben mussten zusehen, Papst entzieht Kinderschänder alle Rechte, Pädophiler Geistlicher aus dem Klerikerstand entfernt |
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ORIGINAL ARTIKEL
23.07.2009
Pädophiler Geistlicher aus dem Klerikerstand entfernt |
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BAD NEUSTADT – Der sexuelle Missbrauch von Internatsschülern vor über 30 Jahren in Bad Neustadt/Saale hat einen pädophilen Geistlichen sein Priesteramt gekostet.
Nach einem Bittgesuch von Opfern und ihren Angehörigen an Papst Benedikt XVI. hat das Oberhaupt der katholischen Kirche dem heute 71-Jährigen alle Rechte und Pflichten entzogen, die mit dem Klerikerstand verbunden sind. Dies teilte die Ordensgemeinschaft Missionare von der Heiligen Familie mit. Dieser Gemeinschaft gehört der Mann an. Mit der Entscheidung des Papstes ist der ehemalige Internats-Geistliche kein Priester mehr, er bleibt allerdings weiter Mitglied des Ordens.
Knaben mussten zusehen
Der geständige Mann soll sich zwischen 1972 und 1976 an mindestens 16 Jungen des katholischen Internats im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld vergangen haben. Einige Knaben mussten zusehen, wie sich der Mann im Schlafsaal an ihren Freunden vergriff. Dabei soll der Ordensmann auch gewalttätig gewesen sein. Strafrechtlich kann er wegen Verjährung nicht mehr belangt werden.
Das Schweigen gebrochen
Der sexuelle Missbrauch der Kinder war Mitte vergangenen Jahres publik geworden. Damals hatte ein heutiger Theologe und früherer Internatsschüler die Öffentlichkeit informiert. Daraufhin war der Priester seines Amtes als Seelsorger in einem Altenheim in Nordrhein-Westfalen enthoben worden.
Bei pädophilen Menschen ist das sexuelle Interesse überwiegend auf Kinder ausgerichtet. Der 71-Jährige muss ab sofort strikte Auflagen einhalten. Er darf keinen Kontakt mehr zu Kindern und Jugendlichen haben, hieß es in der Mitteilung des Ordens. Er muss in einem Kloster bleiben, darf keinen Besuch auf seinem Zimmer empfangen und wird mit internen Aufgaben des Hauses betraut. Wenn er sich nicht daran halte, werde er auch aus dem Orden ausgeschlossen. |
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