Hohe Geistliche beschützten die Täter Jesuiten vertuschten Missbrauch systematisch!
Die Berliner Rechtsanwältin Ursula Raue hat im Auftrag der Jesuiten den Bericht zum Missbrauch-Skandal erstellt
Hohe Geistliche beschützten die Täter Jesuiten vertuschten Missbrauch systematisch!
Skandalöser Abschluss-Bericht des Ordens veröffentlicht.
Es ist ein Dokument der Schande: Laut dem Abschluss-Bericht der Jesuiten zum Missbrauch-Skandal hat der Orden sexuelle und körperliche Gewalt gegen Kinder systematisch vertuscht – über Jahrzehnte! In mehreren Fällen beschützten ranghohe Geistliche die Täter.
Die Missbrauchs-Beauftragte des katholischen Jesuiten-Ordens, die Berliner Rechtsanwältin Ursula Raue, stellte ihren Bericht am Donnerstag in München vor.
Erschütternd: Laut Raue wurden mindestens 205 ehemalige Schüler an Jesuiten-Schulen Opfer sexuellen oder körperlichen Missbrauchs! Außerdem seien 50 Fälle an weiteren katholischen Einrichtungen gemeldet worden.
Wie Raue sagte, wurden die Täter in mehreren Fällen nicht nur von ihren Oberen gedeckt – sondern sogar an andere Orte versetzt: „Man hat dafür gesorgt, dass die verschoben wurden.“
Insgesamt stehen 46 Patres, Lehrer und Erzieher des Ordens unter Verdacht des Kindes-Missbrauchs!

Hauptbeschuldigte sind laut Raue zwölf Patres, von denen sechs inzwischen gestorben sind, sowie zwei „weltliche“ Mitarbeiter. Den Beschuldigten werde von mehr als einem Opfer oder Zeugen Missbrauch oder grobe Gewalt gegen Kinder vorgeworfen, in einigen Fällen auch beides!
Der Missbrauch hatte bei vielen Kindern schlimme Auswirkungen auf ihren weiteren Lebensweg. „Diese Leute, die sich da gemeldet haben, sprechen fast durchgängig von gebrochenen Lebenswegen, von Angst und Depressionen, Problemen im sexuellen Bereich und zerstörten Ehen und Eheproblemen“, sagte Raue.
Im Januar war bekannt geworden, dass es am Canisius-Kolleg in Berlin – einem Gymnasium der Jesuiten – in den 70er- und 80er-Jahren einen systematischen sexuellen Missbrauch von Kindern gegeben hatte. In der Folge wurden zahlreiche weitere Fälle bekannt, darunter auch am Kolleg Sankt Blasien, dem Aloisiuskolleg in Bad Godesberg und an der Sankt-Ansgar-Schule in Hamburg.



